Krippenspielgeschichte – Der Stern
(Erzählung aus der Stern-Sicht)

 

Es ist bereits lange dunkel. Seit ein paar Stunden schon scheint mein Licht auf die Erde. Aber irgendwie ist heute Abend etwas anders als sonst. Es ist lauter. Überall sind noch Menschen unterwegs. Die müssten doch eigentlich schon lange schlafen oder zumindest zuhause sein und zu Abend essen. Aber alle sind noch auf den Beinen und scheinen gar nicht müde zu sein. Ich gehe mal ein bisschen näher, vielleicht finde ich ja heraus, was heute los ist.

 

Ach, da unten sind ja die Wirte, bei denen finde ich bestimmt etwas heraus. Die reden immer so viel (lacht in sich hinein und lauscht kurz). Komisch, die Wirte sind doch sonst so freundlich. Heute schimpfen sie alle, weil überall so viele Menschen sind und es soooo laut ist. Selbst ich verstehe bei dem ganzen Lärm auch nicht alles. Aber ich glaube, dass ein paar Wirte ganz froh sind, dass so viele Menschen in Bethlehem sind. Dann können sie viel Geld einnehmen.

 

Moment mal, das ist doch der Levi. Wieso macht der sich denn einfach so aus dem Staub? Und dann noch mit einer Decke und einer Öllampe… Da muss ich doch gleich mal hinterher und schauen wo der hingeht.

 

Puh, Levi ist aber ganz schön schnell, da komme ich ja gar nicht mehr hinterher.  
 - Wo ist er denn jetzt hin? Ich sehe ihn gar nicht mehr. Hier sind einfach so viele Menschen…

 

Pssst…habt ihr das auch gehört? Das klingt wie ein Schaf. Tatsächlich. Da, kurz vor den Toren der Stadt ist eine große Schafherde. Was machen die denn hier? Es gibt hier doch gar kein Futter für die Schafe. Da muss ich gleich mal hin.

Die Hirten sehen ganz schön aufgebracht aus. Der eine hat von einem Engel erzählt, der ihnen erschienen ist. So einen Engel würde ich auch gerne mal sehen, die müssen wirklich unglaublich schön sein.

Aber wo gehen die denn jetzt hin? Der kleine Hirte meinte irgendwas von einem Stall und einem König. Da muss ich mit. Den König muss ich auch unbedingt sehen! Der ist bestimmt ganz groß und stark und hat eine wunderschöne Krone.

 

Seht ihr das da hinten auch? Da glänzt doch etwas. Das muss bestimmt der König sein, von dem der kleine Hirte gesprochen hat. Wenn ich mich beeile, kann ich sogar noch vor den Hirten dort sein. Dann sehe ich den König vor allen anderen.

 

Oh wow, die haben aber tolle Klamotten. Die funkeln ja richtig! Und erst die schönen Kronen. Das müssen bestimmt die Könige sein. – Aber Moment mal, die Hirten haben doch nur von einem König erzählt und das sind drei. Und hier ist auch gar kein Stall. Der eine hat auch immer so ein komisches Fernrohr in der Hand, als würde er etwas suchen. Besser ich folge den drei Königen mal.

 

(ganz aufgeregt) Da vorne ist der Stall. Ich kann ihn schon sehen!!! Jetzt bin ich aber mal gespannt, was das für ein besonderer König sein soll. Immerhin suchen ihn die Hirten und die drei Könige – und da ist ja sogar Levi wieder. Ob der auch den König sucht? Da muss ich doch gleich mal nachschauen!

Mmhhh … komisch, da ist doch gar kein König. Nur ein Ehepaar und ein kleines Baby in einer Krippe. Warum legen die Könige denn Geschenke vor dem Kind ab? Das wird doch nicht der König sein? Der ist doch viel zu klein…

 

Oh schaut mal, die zeigen ja alle auf mich. Und das kleine Kind lächelt mich an. Irgendwie sieht es ja schon besonders aus. Die Hirten und die Könige meinen, dass ich sie zu diesem Stall gebracht habe, in dem heute Nacht der neue König geboren wurde. Und das nur, weil ich so hell wie kein anderer Stern geleuchtet habe.
Ist das nicht toll, ich bin nur ein kleiner Stern und doch leuchte ich heute so hell wie nie. Ich darf mit all diesen Menschen hier dieses besondere Ereignis erleben. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine so besondere Aufgabe bekomme! Das macht mich richtig glücklich und auch ein kleines bisschen stolz.

 

Aber jetzt muss ich schnell in den Himmel flitzen und all meinen Freunden erzählen, was mir heute passiert ist! Die werden Augen machen, wenn sie das hören. Das war ein richtig besonderer Tag.

 

 

 

Mit dieser Geschichte wünschen wir vom Jugendkreis Erkenbrechtsweiler/Hochwang allen ein besinnliches Weihnachtsfest. 

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